One Night Only Country Jam – Honky-Tonk und Country live im Hudson’s Essen
Für den 21. April haben wir im Hudson's in Essen-Rüttenscheid etwas anderes ausprobiert: eine Besetzung, die so noch nie zusammengespielt hatte – Country und Honky-Tonk, eine Nacht lang. Es hat funktioniert.
Die Musikerinnen und Musiker des Abends
Anna-Karina Barthel begeisterte das Publikum mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Ihr Programm an diesem Abend: die größten Hits von Patsy Cline. Klassiker wie „Crazy" oder „Tennesee Waltz" bekamen durch Barthels Vortrag genau jene Tiefe und Wärme, die diese Songs unvergesslich machen. Barthel hat die Songs mit echter Überzeugung gesungen – das war im Saal zu spüren.
Sievert Ahrend an Pedal Steel, Fiddle und Gitarre war das Herzstück des Abends. Sein Pedal-Steel-Spiel war präzise, mit viel Gespür für den klassischen Sound des Honky-Tonk und Country der 50er und 60er Jahre. Sievert ist auch bei den Buckaroo Gentlemen zu erleben, wo er denselben unverwechselbaren Bakersfield-Sound mitbringt.
Christoph Rosmaity an der Gitarre ist ein fester und verlässlicher Bestandteil der Hudson's-Bühne. Als Rosmaity-Bruder tritt er regelmäßig in wechselnden Besetzungen auf – ob Rock'n'Roll, Boogie oder, wie an diesem Abend, Country. Sein stilsicheres Spiel bildete das harmonische Rückgrat des Abends.
Fabian Rosmaity am Kontrabass lieferte das rhythmische Fundament und war als Mitorganisator der Konzertreihe einmal mehr auch selbst auf der Bühne aktiv. Sein treibendes Basssspiel und Gesangs rundeten das Ensemble ab.
Philipp Dreier am Schlagzeug komplettierte das Quintett. Als einer der Dreier-Zwillinge ist er aus der Essener Rock'n'Roll- und Countrymusik-Szene nicht wegzudenken. Sein präzises, schwungvolles Spiel sorgte für den treibenden Groove, den gute Tanzmusik braucht – und es wurde viel getanzt.
Die Überraschung des Abends: Khalif ‘Wailin’ Walter’
Das besondere Highlight war eine spontane Einlage von Khalif ‘Wailin’ Walter’. Im Hudson's ist Khalif als kraftvoller Blues-Gitarrist und -Sänger bekannt – mit Erfahrungen von den Bühnen Chicagos und einer tiefen Verwurzelung im Down-Home Blues. An diesem Abend zeigte er eine ganz andere Seite: seine echte Liebe zur Countrymusik. Die Einlage war herzlich, authentisch und gehörte zu den warmherzigsten Momenten des ganzen Abends – ein kleines Geschenk an das Publikum.
Spontan, authentisch, rund
Eine Besetzung, die spontan zusammenkam, ein offenes Programm – und ein Abend, der richtig gut lief. Der Applaus hat gestimmt.
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