The Rosmaity & Dreier Brothers live in Essen – Rock'n'Roll und Blues im Hudson's
Die Konzertreihe „Dienstags live im Hudsons" in Essen-Rüttenscheid hat sich längst als feste Adresse für handgemachte Live-Musik etabliert. Auch am vergangenen Dienstag, 19. Mai 2026, zeigte sich erneut, warum die Abende im Hudsons regelmäßig ein Publikum anziehen, das nicht nur zuhören, sondern auch tanzen möchte. Verantwortlich dafür waren diesmal wieder die Rosmaity Brothers, die die Reihe organisieren und musikalisch prägen.
Eine eingespielte Formation mit Gästen
Mit Lorenz Knauft am Saxophon, Fabian Rosmaity an Kontrabass und Gesang, Christoph Rosmaity an der Gitarre, Nico Dreier am Piano sowie Philipp Dreier am Schlagzeug stand eine eingespielte Formation auf der Bühne, die bereits mehrfach im Hudsons zu Gast war. Ergänzt wurde das Line-up an diesem Abend durch Anna Schwabe am Kontrabass sowie die Gastsängerin Anna-Karina Barthel.
Musikalisch bewegte sich der Abend souverän zwischen Rock'n'Roll, Rhythm and Blues, Rockabilly, Country und frühen Formen amerikanischer Popularmusik. Gerade diese stilistische Offenheit gehört seit Beginn zur Idee der Reihe „Dienstags live im Hudsons": unterschiedliche musikalische Einflüsse zusammenzubringen, ohne dabei den Charakter einer klassischen Live-Musik-Session zu verlieren.
Gastsängerin Anna-Karina Barthel: Patsy Cline und Etta James
Besonders in Erinnerung blieben die beiden Gastbeiträge von Anna-Karina Barthel. Mit einem Titel der Country-Sängerin Patsy Cline sowie einem Stück der Blues- und Soul-Interpretin Etta James spannte sie einen musikalischen Bogen zwischen Country und Blues – zwei Stilrichtungen, die historisch enger miteinander verbunden sind, als es auf den ersten Blick scheint.
Während Patsy Cline in den frühen 1960er Jahren den Country-Sound für ein breiteres Publikum öffnete, stand Etta James gleichzeitig für den emotionalen Rhythm and Blues jener Zeit. Beide Künstlerinnen prägten auf ihre Weise die amerikanische Musikgeschichte und beeinflussten Generationen von Musikern weit über ihre eigentlichen Genres hinaus.
Stimmungsvoller Abend mit entspannter Bühnenpräsenz
Dass solche musikalischen Übergänge an diesem Abend selbstverständlich wirkten, lag auch an der entspannten und eingespielten Atmosphäre auf der Bühne. Die Mischung aus festen Bandmitgliedern und Gastmusikern funktionierte erneut gut und sorgte für einen abwechslungsreichen Konzertabend, der stilistisch nie beliebig wirkte.
Wie so oft im Hudsons blieb es nicht beim bloßen Zuhören: Vor der Bühne wurde getanzt, an den Tischen mitgewippt und zwischen den Songs intensiv applaudiert. Die Konzertreihe zeigt damit weiterhin, dass Live-Musik abseits großer Hallen und Festivals ihren festen Platz hat – besonders dann, wenn Musiker verschiedener Hintergründe gemeinsam auf der Bühne stehen und klassische Stilrichtungen wie Rock'n'Roll, Rhythm and Blues, Country oder Blues lebendig halten.
← Zurück zur Rückschau